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Hamburger Treff

Am 17.05.2014 fand der Ausritt in den Harburger Bergen statt.

Wir starteten von unserem Stall aus mit 4 Pferden (2x Fjordpferde, 1x Araber-Berber, 1x Hannoveraner). Wir fuhren ungefähr eine Stunde und sind gut durchgekommen. Dank der guten Beschreibung von Anke fanden wir den Hof auf Anhieb. Auf den Hof waren schon viele Anhänger geparkt und man sah bereits die ersten Fjordis. Sofort luden wir unsere ungeduldigen Ponys aus, die schon wiehernd die anderen begrüßten. Danach durften auch wir „Hallo“ sagen. Für mich war das der erste große Ausritt  mit so vielen Pferden. Insgesamt 15 Pferde waren dabei und das ergab ein schönes Bild.

 

Nach einem kurzen Klönschnack sattelten wir unsere Pferde und dann stiegen wir auch schon alle auf. Pünktlich um 11 Uhr ritten wir los. Wir mussten noch ein kurzes Stück an der Straße entlang, wo uns ein geduldiger Autofahrer vorließ. Allerdings hatte er nicht die Länge unserer Gruppe gesehen und bereute seine Entscheidung bestimmt im nach hinein. Vor dem Wald war eine schöne große Wiese, auf der wir uns in einer Reihe aufstellten bzw. es versuchten. Hier wurden schöne Gruppenbilder gemacht. Nach ein paar Minuten ging es weiter. Wir kamen kurz darauf an einer Fahrradgruppe vorbei, die richtig beeindruckt von der Anzahl an Pferde und deren gleichen Aussehen. Dies passierte uns noch ein paar Mal im Wald.

 

Zu Beginn des folgenden Trabes haben wir uns in der Gruppe sortiert. Da viele schnelle Ponys dabei waren, war dies nicht ganz so leicht. Ich persönlich hatte mich mit den anderen Dreien aus meinem Stall abgesprochen, dass wir hintereinander bleiben, was fast immer gut geklappt hat. Nach dem Sortieren trabten wir an, der Trab war ganz schön schnell, schon eher ein Stechtrab. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass mein Pony so schnell traben kann.

 

Nach einer nicht einmal gefühlten Stunde ritten wir aus dem Wald heraus und gelangten auf eine kleine Straße, die jedoch sehr wenig befahren wurde. Die Straße führte um eine große Wiese herum. Die Gruppe teilte sich in zwei. Die eine war die Galopp-Gruppe und die andere die Trab-Gruppe. Ich blieb lieber bei der Trab-Gruppe, man sollte sein Glück ja nicht verspielen. Die Galopp-Gruppe rannte/fetzte von uns weg und wir trabten ruhig hinterher. Wir trafen uns dann am Ende des Weges wieder und ritten gemeinsam in den Wald. Die Gruppen blieben ab da bestehen, da es noch ein paar Galopp-Strecken gab. Die Trab-Gruppe entschied sich dann doch noch für einen ruhigen Galopp. Legro wäre allerdings viel lieber schneller gerannt. Anke war mit ihrem Kasper vor uns und die Beiden achteten sehr gut darauf, dass Legro nicht an den Beiden vorbei zog. Das war mir eine große Hilfe.

 

Bald darauf kam anschließend der erste Berg und die Ponys mussten ordentlich bergauf gehen und dann auch wieder bergab. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl, weil wir so etwas noch nie gemacht haben und es auch keine Trainingsmöglichkeiten zuhause gibt. Na gut, es hieß dann einfach Augen zu und durch, Legro wird das schon richten. Nach dem Gekracksel machten wir erst mal eine kleine Pause. Wir Reiter aßen eine Kleinigkeit und die Ponys durften ihre Nasen in das saftige Gras stecken.

 

Nach der Pause ging es weiter, ganz erschöpft von dem Berg und in der Hoffnung auf keinen weiteren, erfuhren wir, dass der größte erst jetzt kommen würde. Ich fand den ersten schon sehr groß, aber was dann kam, war noch viel höher. Ich ritt weiter hinten und konnte den tollen Anblick der vielen Fjordpferde vor mir genießen. Das war echt schön. Als wir oben angekommen waren, war ich schon mächtig stolz. Wir ritten dann noch ein paar kleine Berge hoch und runter und dann sind wir wieder aus dem Wald heraus und durften nochmal traben. Im Wald waren viele Pfützen, die der Hannoveraner ganz schrecklich fand und nicht mehr weiter wollte. Die Fjordpferde bewiesen an der Stelle mal wieder, wie cool sie waren und sich durch so etwas nicht aus der Ruhe bringen ließen.

 

Die Ponys hatten noch immer viel Power. Wir waren an diesem Zeitpunkt bestimmt schon 2 1/2 Stunden unterwegs, was sich nicht so anfühlte. So ging es mir aber auch nach dem Ausritt. Die Zeit war einfach viel zu schnell umgegangen.

 

Wir kamen zum Ende wieder bei der Wiese an, auf der wir die Fotos gemacht hatten. Dort wurden wir schon von Lotte und ihrem Mann begrüßt und die letzten Meter begleitet. Auf dem Hof angekommen versorgten wir zu erst unsere Ponys und verteilten sie auf den beiden Paddocke und einer kleinen Wiese. Meiner stand mit den anderen Drei aus meinem Stall auf einem Paddock. Die Vier hatten sichtlich ihren Spaß. Jetzt waren wir dran und bauten Tische und Stühle auf und jeder stellte sein mitgebrachtes Essen auf den Tisch. Ein netter Herr grillte für uns und wir konnten uns über den Ausritt austauschen. Anke und Doris hatten eine Karte mit der gerittenen Route im Stall und reichten sie herum. Wir waren insgesamt 16 Kilometer in 3 Stunden geritten. Wir waren alle total erstaunt. Nach dem Essen räumten wir alles auf und fingen an, die Pferde zu verladen. Legro, der morgens noch so brav auf den Hänger gegangen war, war total bockig und nicht so begeistert, da wieder reinzugehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit (halbe Stunde) stand er endlich auf dem Hänger. Ich war schon ein wenig Schweiß gebadet, aber froh. Es war ein sehr schöner Ausritt, der mir und bestimmt auch allen anderen sehr gefallen hat. Vielen lieben Dank an Anke und Doris für diesen tollen Tag.

 

Eure Karen Steinhorst

 

Interessengemeinschaft Fjordpferd e.V. - Regionalgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg